Startseite
Unsere Hilfsprojekte
Länder-Datenbank
Alle Projektländer
Projekt in Äthiopien
Projekt in Afghanistan
Projekt in Haiti
Projekt in Indien
Projekt in Kenia
Projekt in Mexiko
Projekt in Nicaragua
Wichtige statistische Angaben
Geschichte und Problematik
Wie hilft Gebende Hände?
Vom Revolutionär zum Helfer der Armen
Projektberichte
Bilder-Galerie
Nachrichten
Projekt auf den Philippinen
Projekt in Rumänien
Projekt in Sambia
Projekt im Sudan
Projekt im Südsudan
Projekt in Uganda
Waisenheime weltweit
Hungerhilfe weltweit
Malariahilfe weltweit
Katastrophenhilfe- Projekte
Kleine Projekte
Abgeschlossene Projekte
Über Gebende Hände
Kontakt und Service
Impressum
Spenden und Helfen
Unser Service für Sie
Kontakt: [zum Formular]

Material: [bestellen]
Geschenke: [bestellen]
Newsletter bestellen
[zur Anmeldung]
Schnellsuche
Suchbegriff:


 



Zur Geschichte und Problematik des Landes

Nicaragua ist ein Land mit tragischer Vergangenheit. Die Spanier gingen bei der Kolonialisierung des südamerikanischen Landes äußerst grausam vor und schlugen den Menschen und dem Land von Nicaragua tiefe Wunden. Das durch die Jahrhunderte erlittene Unrecht der nicaraguanischen Bevölkerung mündete in heftige Befreiungskämpfe.

 

Eine ebenso dramatische Kulisse zu den Jahrzehnte währenden Guerillakämpfen findet sich in Nicaraguas Landschaft. Parallel zur Pazifikküste zieht sich eine Kette aktiver Vulkane durch das Land, weshalb es auch den Namen „Land der tausend Vulkane“ trägt. Zwei große Binnenseen prägen die Landschaft – der größere Nicaraguasee und der kleinere Managuasee. An der Karibikküste im Osten des Landes befindet sich eine große Regenwaldregion, in der einst viele Ureinwohner lebten und die aufgrund ihrer gefragten Edelhölzer von den Spaniern und Amerikanern zu großen Teilen abgeholzt wurden.

 

Unmittelbar nachdem die Spanier 1520 das Land Nicaragua erobert hatten, wanderten spanische Missionare in das Land ein. Die Ureinwohner indianischen Ursprungs wurden oft gewaltsam zum katholischen Glauben bekehrt. Allerdings kam es immer wieder zu Aufständen gegen die Spanier. Jeglichen Widerstand gegen die Unterwerfung behandelten die spanischen Eroberer und Kolonialherren als Rebellion, die prinzipiell mit Ausrottung und Versklavung bestraft wurde.

 

Aus diesem Grund wurden auch zahlreiche Nicaraguaner nach Peru verschleppt und zu Minenarbeit gezwungen, bei der die meisten starben. Ein spanischer Mönch schrieb 1552: „Im gesamten Nicaragua dürften heute nur noch 4.000 Einwohner leben.“

 

Nach zahlreichen Unabhängigkeitskämpfen wurde Nicaragua am 15. September 1821 unabhängig von der spanischen Krone. Doch dadurch kehrte kein Friede ein. In der Kolonialzeit hatten sich tiefgreifende Gegensätze zwischen einer liberalen und einer konservativen Elite in Nicaragua herausgebildet, was später zu zahlreichen Bürgerkriegen führte.

 

1927 entflammte der Bürgerkrieg erneut zwischen der konservativen Regierung und den Liberalen, zu deren Generälen auch Augusto César Sandino gehörte. Die USA unterstützten die konservative Regierung militärisch, zogen jedoch 1932/33 ihre Truppen ab, nachdem sie den Oberbefehl ihrem Favoriten, Anastasio Somoza García, übergeben hatten. Somoza ließ Sandino trotz eines Friedensangebots hinterrücks bei einem Festbankett ermorden.

 

Über viele Jahre baute sich der Somoza-Clan mit diktatorischer Regierungsweise eines der größten Wirtschaftsimperien Lateinamerikas auf. Über drei Generationen dauerte die Somoza-Diktatur, die von Intrigen, Mord und Bereicherung geprägt war.

 

Ausgelöst durch den staatlichen Machtmissbrauch des letzten Somoza kam es 1977 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Sandinisten, den einstigen Truppen unter Sandino. Die Kämpfe weiteten sich zu einem landesweiten Bürgerkrieg aus. Am 17. Juli 1979 floh Somoza nach Florida; am 19. Juli des Jahres zogen die sandinistischen „Guerilla-Kämpfer“ in Managua ein, die Nicaraguanische Revolution hatte den Sieg davongetragen.

 

Nach Erlangung der Macht kümmerten sich die Sandinisten um friedliche und demokratische Strukturen: eine breit angelegte Bildungskampagne führte zu einer deutlichen Senkung der Analphabetenrate, die Kunst und Kultur der indianischen Ureinwohner wurden gepflegt, nachdem die Spanier versucht hatten, deren Sprachen, Malerei und Gebräuche auszurotten, Frauen- und Menschenrechte wurden etabliert.

 

US-Präsident Ronald Reagan unternahm in den 1980er-Jahren den Versuch, die sandinistische Regierung zu stürzen, da sie sich zunehmend dem Kommunismus zuwandte. Er instrumentalisierte die „Contras“, paramilitärische Gruppen, die die Landbevölkerung überfielen, Minen legten, Vieh und Ernte vernichteten, um das Land zu destabilisieren.

 

Die ersten freien Wahlen in Nicaragua im Jahr 1984 erbrachten trotz dieser Machenschaften eine Bestätigung der sandinistischen Regierung. Zum Zeitpunkt der Wahlen hatte der Krieg gegen die durch die USA finanzierten Contras bereits mehr als 29.000 Tote gefordert.

 

Der Krieg gegen die Contras brachte die Wirtschaft Nicaraguas an den Rand des Zusammenbruchs. Die Arbeitslosigkeit war hoch, der Lebensstandard sehr niedrig. In den Wahlen 2006 konnte sich der frühere Guerilla-Führer und Sandinisten-Chef, Daniel Ortega, als Präsident behaupten. Er hat sich 2011 eine weitere Amtszeit gesichert, obwohl die Verfassung dies nicht gestattete. Doch Ortega führte mir unlauteren Maßnahmen eine Verfassungsänderung herbei.

 

Dem damaligen Guerilla-Führer werden Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch nachgesagt. Die einstigen sandinistischen Errungenschaften und Ideale scheinen verloren gegangen zu sein. Leidtragende sind weiterhin die Menschen, von denen rund 50 % unterhalb der Armutsgrenze leben.


 

[ » Wie hilft Gebende Hände? ]
 
 
 


 
Gute Gründe für Ihre Spende an Gebende Hände:

Genaue Projekt-Kontrolle:
Die Verwendung der Projektgelder vor Ort wird von Gebende Hände lückenlos überprüft. Projektberichte, Fotos und telefonische Besprechungen ergänzen gelegentliche Besuche der Projekte vor Ort, um den Fortschritt der Arbeit zu begutachten und die Leiter zu unterstützen. [mehr]

News aus dem Umfeld unserer Projekte
[zur Übersicht]
Videos aus unseren Projekten
[zur Video-Übersicht]
Online spenden
[mehr Infos]    [jetzt spenden]
Copyright © Gebende Hände 2005-2012 | Impressum | Sitemap | Druck-Ansicht dieser Seite