



Bereits kurz nach der Entmachtung der Taliban in Afghanistan stellte sich die Leitung von Gebende Hände die Frage, wie man der notleidenden Bevölkerung dort helfen könnte. Im September 2001 gab es schließlich die erste Erkundungsreise nach Pakistan durch den verantwortlichen Projektleiter, der für die Planung von internationalen Hilfseinsätzen zuständig ist. Ziel war es, den afghanischen Flüchtlingen dort Hilfe zukommen zu lassen.
Wenige Wochen später wurden die ersten Einsätze unter afghanischen Flüchtlingen in Pakistan durchgeführt. Nun wollte sich Gebende Hände auch an der Hilfe in Afghanistan beteiligen. Auf einer Erkundungsreise wurden mehrere Regionen in den Bergen ausfindig gemacht, wohin nie oder nur ganz selten Hilfe gelangt.
Überlebenshilfe für Familien
Seit einigen Jahren unterstützt Gebende Hände mehrmals im Jahr die mit erheblichen Gefahren verbundenen Transporte von Hilfsgütern in entlegene Bergdörfer Afghanistans. Dort sind die Lebensbedingungen im Winter extrem schwierig und hart. Die Temperaturen liegen oft weit unter dem Gefrierpunkt, und die Nächte sind ein einziger Überlebenskampf für zehntausende afghanische Kinder, die keine richtige Winterkleidung, Bettdecken, Elektrizität oder Heizung haben. Die Häuser sind nicht abgedichtet und bestehen meist nur aus Lehm. Afghanistan ist das sechstärmste Land der Erde.
Die Hilfslieferungen umfassen so überlebenswichtige Dinge wie Zelte, warme Kleidung und Schuhe (manche Kinder laufen barfuß im Schnee!), Decken und Nahrungsmittelpakete.